Lichtmasterplan für Innenstadt vorgestellt 20.03.2017

Wie können historische Gebäude, Bäume und Brunnen in der Innenstadt mit dem Medium Licht effektiv und sparsam in Szene gesetzt werden? – Jochen Karow vom Büro „Licht Raum Stadt – Planung GmbH“ hat im Planungsausschuss am 15. März die Kernaussagen des von ihm entwickelten Lichtmasterplans vorgestellt. 

Mehr machen als das Muss-Licht, wie sich die Beleuchtung heute in Offenburg darstelle, sei Ziel des Masterplans, erklärte der Lichtexperte. Mit der schönen Altstadt und einem florierenden Einzelhandel könne man die Attraktivität Offenburgs mit dem günstigen Baustoff der Nacht, dem Licht, noch eindrucksvoller präsentieren, ist er überzeugt. Dem im Rahmen des Projekts <link internal-link internal link in current>"Gestaltungsoffensive Innenstadt" entwickelten Masterplan habe er fünf Leitthemen zugrunde gelegt: Wechsel der Lichtfarbe vom grünlich und orangefarbenem Spektrum weg zu warmweißer Lichtfarbe, Einsatz von Lichtfamilien wie u.a. Stelen auf Plätzen, die räumliche Tiefenwirkung sowie das kommerzielle Licht mit passender Schaufensterbeleuchtung und der Umweltschutzaspekt. Dabei arbeitete Karow die räumliche Tiefenwirkung an Beispielen wie der Ursulasäule, der alten Stadtmauer und dem Bahnhof licht-optimal heraus. Weitere Inhalte des Lichtkonzepts waren gezielte Architekturbeleuchtungen historisch relevanter Gebäude an Achsenendpunkten – beispielsweise der Evangelischen Stadtkirche oder des Historischen Rathauses – sowie eine attraktive Illumination von Bäume und Brunnen. Im Rahmen seiner Präsentation zeigte er eindrucksvoll anhand von Referenzprojekten verschiedener Städte, wie mögliche Illuminationen in Offenburg aussehen könnten. Ob die Bildung von Lichtorten oder gebäudenahe Leuchtenstandorte mit hoher Plastizität – eine gute Lichtplanung ist maßgebend für Wirkung und Aufwertung eines Gebäudes oder öffentlichen Platzes, weiß der Experte. Mit dem Medium Licht werden Orientierungspunkte geschaffen, Behaglichkeit vermittelt, Stimmung beeinflusst und für Sicherheit gesorgt, erklärt der studierte Architekt. Selbstverständlich gehöre der bewusste Umgang mit Energie sowie Sensibilität für Umweltbelange zu einem nachhaltigen Entwurf, betonte Karow. Bei einer entsprechenden Umstellung der Leuchtmittel versprach er eine Einsparung von 58 Prozent, was jährlich 25.000 Euro ausmache.


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