Abendlicher Innenstadtspaziergang 18.02.2016

Eine etwas andere Stadtführung haben interessierte Bürgerinnen und Bürger am Dienstagabend erlebt. Jochen Karow, Lichtplaner aus Karlsruhe, veranschaulichte anhand einiger markanter Beispiele, wie sich Offenburg bei Nacht zeigt. 

Der gut zweistündige Rundgang nahm seinen Ausgang am Lindenplatz, führte über die Lange Straße, die Küfergasse und Hauptstraße zunächst auf den Marktplatz. Von dort gab es einen Abstecher zum Stadtbuckel, um dann durch den Zwingerpark am Ölberg zu enden.  Hintergrund: Karow vom Büro „Licht-, Raum- und Stadtplanung“ (Karlsruhe) erstellt im Laufe des Jahres für die Stadt Offenburg einen Masterplan Stadtlicht. Es handelt sich dabei um einen Baustein des Projekts <link _top internal-link internal link in current>"Gestaltungsoffensive Innenstadt".

Bei dem Spaziergang ging es Karow darum vorzuführen, was „Sehen bei Nacht“ bedeutet. Was ändert sich im Vergleich mit der Helligkeit am Tag? Schon an der Ecke Lindenplatz/Lange Straße wurde deutlich: Entferntere Objekte verschwinden aus dem Blick. Die Stadtkirche ist nachts als Bezugspunkt nicht mehr auszumachen, die Dreifaltigkeitskirche liegt nur noch schemenhaft im Hintergrund. Richtung Süden hin zur Grabenallee ist das Ende der Lange Straße aufgrund zum Teil intensiver Fassadenbeleuchtungen nicht mehr zu erkennen. Die Steinstraße hingegen gibt sich als helle Einkaufsstraße, in der kaum Gebäude leerstehen. Allerdings, so Karow: „Die schöne geschwungene Fassade von ,Butlers‘ könnte besser in Szene gesetzt werden.“

Das Ziel bestehe darin, die Potenziale Offenburgs, seine historischen Gebäude und schönen Plätze, ins richtige Licht zu rücken, gleichzeitig die Defizite nicht auch noch eigens zu beleuchten. Im Moment sind Fassaden und markante Punkte eher zufällig angestrahlt. Dabei „könnte Offenburg bei Nacht schöner sein als bei Tag“, ist Karow überzeugt.

Ein gutes Beispiel für diese These sei der Marktplatz. Die indirekten, modernen und sehr schicken Leuchten stellen sich selbst in den Mittelpunkt. Historische Fassaden oder markante Fachwerkhäuser gehen vollkommen unter. „Wichtig ist es, Akzente zu setzen. Man muss gar nicht alles ausleuchten“, erläutert der Lichtplaner. Dabei ist die rasant verlaufende Entwicklung der LED-Technik sehr hilfreich. Diese Leuchten geben immer mehr Licht pro eingesetzte Watt-Leistung ab, d.h. sie werden immer effizienter. Und sie können gezielter eingesetzt werden.

Im Zwingerpark ist die Stadtmauer überhaupt nicht wahrnehmbar – erst in Höhe der Wenk-Treppe fängt die Beleuchtung an. Die Teilnehmer der Licht-Führung sind mit vollkommen neuen Eindrücken über ihre Stadt nach Hause gegangen. Wer zukünftig über die Termine der <link _top external link in new>Innenstadtspaziergänge informiert werden möchten, kann eine Nachricht an <link mail window for sending>innenstadt@offenburg.de schicken oder das Kontaktformular weiter unten auf dieser Website nutzen.


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